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Bloggerreise vom 18.-21. Januar 2018 nach Heiligenblut

Heiligenblut – Top of Austria

Ein malerisches Bergdorf mit nur rund 1.000 Einwohner/innen, das am Fuße des mächtigsten Bergs Österreichs liegt, das ist Heiligenblut. Als wir in Heiligenblut mit Andreas Seat, der normalerweise, wenn er geputzt ist, so weiß wie der Schnee ist, einritten, fiel uns sofort auf, dass die Zeit hier stehen geblieben ist. Denn der ganze Ortskern ist auch noch lange nach den Feiertagen weihnachtlich geschmückt. Da wir beide Weihnachten lieben, war das Wochenende schon geritzt. So startete also unser Wochenendausflug in Heiligenblut, mit einer atemberaubenden Bergkulisse und zurecht wird es als das schönste Bergdorf im Alpenraum bezeichnet.

Bis auf 2.902 m erstreckt sich über dem Bergdorf das abwechslungsreiche Skigebiet Grossglockner/Heiligenblut. Insgesamt stehen den Besucher/innen 55 Pistenkilometer und eine 1.500 ha große Freeride Arena zur Verfügung. Von der Bergstation Schareck genießt man einen einzigartigen Blick auf den Großglockner (3.798 m) und 40 weitere Dreitausender. Dieses Schneevergnügen kostet für eine erwachsene Person 44,–/Tag, weiters gibt es noch Vergünstigungen für Kinder, Jugendliche, Studierende und Senior/innen. Im Vergleich der Kärntner Skigebiete preislich durchaus im guten Mittelfeld. Bei einem Tagesausflug stehen mehrere Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Für Tagesgäste empfehlen wir die Parkgarage Heiligenblut (200 Stellplätze), die im Winter kostenfrei ist, im Sommer jedoch einen Tageshöchstsatz von 8,– aufweist. Einkehrmöglichkeiten gibt’s im Skigebiet zu genüge, wir waren im Panoramarestaurant am Schareck und können dort Getränke und Essen empfehlen.

Wir waren natürlich nicht die ganze Zeit am Berg, sondern haben auch einige Angebote direkt in Heiligenblut genutzt. Unser Wochenendausflug begann gleich am ersten Abend sehr mutig, denn wir waren Eisklettern. Für Marie-Theres eine absolute Überwindung, ist sie ja bekanntlich nicht so der Fan von Höhe ganz allgemein. Die Ausrüstung (Steigeisen, Eispickel und Helm) konnten wir vor Ort ausborgen, eine Einschulung und professionelle Betreuung von den Experten Matthias und Martin gab´s außerdem dazu. Das Ambiente des beleuchteten Eisklettergartens und unsere überaus motivierenden Bergführer nahmen uns aber jeden Zweifel und so genossen wir den Adrenalinkick in vollen Zügen. Auch wenn wir wirklich nur die ersten zarten Versuche beim Eisklettern gemacht haben, sind wir definitiv auf den Geschmack gekommen. An der Eleganz müssen wir allerdings noch etwas arbeiten.

Die Zeit verging leider viel zu schnell, sodass wir beispielsweise das örtliche Hallenbad, die Rodelstrecke uvm. nicht besuchen konnten. Fazit unseres Wochenendausfluges ist jedoch, dass Heiligenblut wirklich einiges zu bieten hat und für Urlauber/innen als auch Tagesgäste sehr abwechslungsreich ist.  Besonders cool fanden wir, dass wir nirgends Wartezeiten (Essensbestellung, Lifte etc.) hatten und auf den Pisten wenig los war.

Lukas ist Teilnehmer des Glockner Freeride Open 2* FWQ und erhält von uns eine Wildcard !

Freeriden war schon immer ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Ich begann verhältnismäßig ziemlich spät mit dem Rennfahren, da ich einen Großteil meiner Kindheit in Amerika verbracht habe. Mein Vater leitet dort eine Schischule und ich war jede freie Minute auf den Pisten. Der Berg war mein Spielplatz und dort war es wo sich meine Liebe zu diesem einzigartigen Sport entfachte. Als ich dann mit 10 Jahren das ganze Jahr über in Österreich blieb fand ich meinen Weg zum Rennsport. Wir sind eine wirkliche Rennfahrerfamilie und ich arbeitete mich die Stufen des Skisports bis in den FIS-Bereich hoch. Es war immer schwer für mich an einem Powdertag den Rennanzug anzuziehen und trainieren zu gehen, doch ich folgte meinem Traum einmal im Weltcup zu starten mit vollem Einsatz und hatte immer einen Riesenspaß. Jeden Tag an dem ich nach langen Reisen einmal zuhause war nahm ich mir die Zeit um Freeriden zu gehen. In der vergangen Saison bekam ich dann ziemliche schwere Rückenprobleme und musste aufgrund dieser meine Karriere leider beenden. Ich wusste nicht wie sich meine Rückenschmerzen entwickeln würden, doch stellte nach dem ersten großen Schneefall im Oktober am Stubaier Gletscher fest, dass es beim Tiefschneefahren nahezu schmerzfrei geht. Da hat es in meinem Kopf “Klick" gemacht und ich wusste: Das Gefühl der Freiheit die ersten Lines durch unverspurtes Gelände zu ziehen, dafür möchte ich Leben.

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